Begriff Jakobskreuzkraut
Kategorie Kräuter
Definition Jakobskreuzkraut ist eine für Pferde giftige Wildpflanze. Besonders problematisch ist die regelmäßige Aufnahme über längere Zeit, da sich die Leberschäden schleichend entwickeln können.
Wirkung & Risiken Die Pflanze enthält Pyrrolizidinalkaloide. Diese können in der Leber zu giftigen Abbauprodukten umgewandelt werden und dort Zellen dauerhaft schädigen. Die Wirkung kann sich über Wochen oder Monate summieren.
Anwendung Jakobskreuzkraut hat keine Anwendung in der Pferdefütterung. Pflanzen sollten auf Weiden und Futterflächen konsequent kontrolliert und entfernt werden, bevor sie aussamen.
Frisch oder getrocknet? Frisches Jakobskreuzkraut wird wegen seines bitteren Geschmacks häufig gemieden. Getrocknet im Heu verliert es jedoch einen Teil seiner abschreckenden Eigenschaften, bleibt aber giftig. Deshalb ist verunreinigtes Heu besonders gefährlich.
Wichtig zu wissen Mögliche Folgen sind Gewichtsverlust, Mattigkeit, Leistungsabfall, Verdauungsstörungen, Gelbfärbung der Schleimhäute und neurologische Auffälligkeiten. Bei Verdacht auf wiederholte Aufnahme sollte die Leberfunktion tierärztlich kontrolliert werden.
Verwandte Begriffe Giftpflanzen · Pyrrolizidinalkaloide · Leber · Heukontrolle · Weidekontrolle

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