| Begriff | Zinnkraut |
| Kategorie | Kräuter |
| Definition | Zinnkraut, auch Ackerschachtelhalm genannt, ist eine kieselsäurereiche Pflanze. Traditionell wird sie mit der Unterstützung von Haut, Fell, Bindegewebe und Harnwegen in Verbindung gebracht. |
| Wirkung & Vorteile | Zinnkraut enthält unter anderem Kieselsäure und Silikate. Diese Pflanzenbestandteile werden traditionell mit der Unterstützung von Haut, Fell und Bindegewebe verbunden. Außerdem besitzt Ackerschachtelhalm eine leicht harntreibende Wirkung. Für eine gezielte Anwendung beim Pferd ist die wissenschaftliche Datenlage jedoch begrenzt. |
| Anwendung | Zinnkraut sollte beim Pferd nicht eigenständig als loses Kraut oder dauerhaft unter das Futter gemischt werden. Wenn es Bestandteil eines Ergänzungsfuttermittels ist, sollte ausschließlich die angegebene Fütterungsempfehlung eingehalten werden. |
| Frisch oder getrocknet? | Sowohl frisches als auch getrocknetes Zinnkraut kann für Pferde problematisch sein. Die enthaltene Thiaminase wird durch das Trocknen nicht zuverlässig unschädlich gemacht. Deshalb sollte auch mit Zinnkraut verunreinigtes Heu nicht dauerhaft verfüttert werden. |
| Wichtig zu wissen | Zinnkraut enthält Thiaminase. Dieses Enzym kann Vitamin B1 abbauen. Werden größere Mengen über längere Zeit aufgenommen, kann beim Pferd ein Vitamin-B1-Mangel entstehen. Mögliche Folgen sind Gewichtsverlust, Muskelschwäche, Koordinationsstörungen, Zittern und in schweren Fällen Krampfanfälle. Zinnkraut sollte deshalb nicht unkontrolliert als Futterpflanze eingesetzt werden. |
| Verwandte Begriffe | Kieselsäure · Vitamin B1 · Haut & Fell · Harnwege · Giftpflanzen |
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