Welche Pflanzen jetzt auf Weiden, an Rändern und auf naturbelassenen Flächen auffallen können, warum einige Deinem Pferd guttun und weshalb andere konsequent gemieden werden sollten. Unser Kräuter Journal zeigt Dir den Februar mit Fundorten, Wirkung und wichtigen Warnzeichen.

Im Februar wichtig

Der Februar wirkt oft noch ruhig, doch auf vielen Flächen zeigen sich bereits Rosetten, wintergrüne Blätter und erste robuste Kräuter. Gerade jetzt lohnt sich ein genauer Blick auf Weiden, Gräben, Waldränder und Hofbereiche, weil viele Pflanzen vor der Blüte leichter übersehen werden.

Gut zu wissen

Einige problematische Pflanzen sind nicht erst zur Blütezeit relevant. Jakobskreuzkraut, Adlerfarn und Acker-Schachtelhalm können Leber, Nervensystem, Blutbildung oder Verdauung belasten und sollten früh erkannt werden.

Monatsüberblick

3 Kräuter für Pferde geeignet, 3 Pflanzen mit klarer Warnung, inklusive Fundorten, Wirkung und möglichen Anzeichen.

Februar auf einen Blick

Geeignet

Spitzwegerich, Weißklee und Wegwarte

Nicht geeignet

Jakobskreuzkraut, Adlerfarn und Acker-Schachtelhalm

Besonders prüfen

Weideränder, feuchte Stellen, Waldnähe, Gräben, Ausläufe und wenig gepflegte Flächen, besonders dort, wo junge Pflanzen leicht übersehen werden.

Giftig für Pferde Diese Pflanzen bitte konsequent meiden

Diese Pflanzen darf Dein Pferd im Februar nicht fressen

Jakobskreuzkraut

Nicht geeignet

Jakobskreuzkraut

Jakobskreuzkraut ist für Pferde besonders kritisch, weil seine Inhaltsstoffe die Leber belasten können. Das Tückische daran ist, dass Schäden oft nicht sofort auffallen und sich über längere Zeit entwickeln können. Auch im getrockneten Zustand, zum Beispiel im Heu, bleibt die Pflanze problematisch.

Du findest Jakobskreuzkraut häufig auf lückigen Weiden, an Wegrändern, auf mageren Böden und wenig gepflegten Flächen. Mögliche Warnzeichen beim Pferd können Mattigkeit, Gewichtsverlust, Appetitveränderungen, Lichtempfindlichkeit oder ungewohntes Verhalten sein. Bei Verdacht sollte immer ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Nicht geeignet

Adlerfarn

Adlerfarn ist für Pferde nicht geeignet, da er bei wiederholter Aufnahme den Stoffwechsel, die Blutbildung und das Nervensystem belasten kann. Besonders riskant wird er auf Flächen, auf denen wenig anderes Futter vorhanden ist oder Pferde aus Langeweile an Randbewuchs gehen.

Typische Standorte sind Waldränder, magere Böden, lichte Gehölzbereiche und naturbelassene Flächen. Mögliche Anzeichen können Schwäche, unsichere Bewegungen, Koordinationsprobleme, Teilnahmslosigkeit oder ein allgemein schlechter Zustand sein. Weiden in Waldnähe sollten deshalb regelmäßig kontrolliert werden.

Adlerfarn
Acker-Schachtelhalm

Nicht geeignet

Acker-Schachtelhalm

Acker-Schachtelhalm wird oft unterschätzt, weil er unscheinbar wirkt. Für Pferde kann er problematisch sein, da er den Vitaminhaushalt beeinflussen und bei höherer oder wiederholter Aufnahme Verdauung, Nerven und Allgemeinbefinden belasten kann.

Er wächst bevorzugt auf feuchten, verdichteten oder schlecht drainierten Böden, an Gräben, Senken und nährstoffärmeren Stellen. Auffallen können beim Pferd unter anderem Leistungsschwäche, stumpfes Fell, Verdauungsprobleme, Unruhe oder schwankende Bewegungen. Feuchte Weidebereiche sollten deshalb besonders sorgfältig geprüft werden.

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Wusstest Du?

Viele Pflanzen sind im Februar noch nicht in ihrer auffälligen Blüteform sichtbar. Gerade deshalb sind Blattform, Standort und Wuchsweise so wichtig. Wer giftige Pflanzen früh erkennt und geeignete Kräuter sicher unterscheiden kann, schützt sein Pferd und versteht die eigene Weide deutlich besser.

Für Pferde geeignet Diese Kräuter gelten im Überblick als unproblematisch

Diese Kräuter darf Dein Pferd im Februar fressen

Spitzwegerich

Geeignet

Spitzwegerich

Spitzwegerich ist ein wertvolles Wiesen- und Weidekraut. Er enthält unter anderem Schleimstoffe, Gerbstoffe und Bitterstoffe, weshalb er traditionell mit Atemwegen, Schleimhäuten und Verdauung in Verbindung gebracht wird. Viele Pferde fressen ihn gezielt und gerne.

Du findest Spitzwegerich auf Wiesen, Weiden, an Wegen und auf eher belastbaren, trittfesten Flächen. Positiv ist vor allem seine robuste, natürliche Ergänzung im Futterangebot. Wichtig bleibt, dass er nicht an stark verschmutzten Wegrändern oder behandelten Flächen gesammelt wird.

Geeignet

Weißklee

Weißklee kann für Pferde eine nährstoffreiche Ergänzung sein, da er Eiweiß liefert und auf vielen gesunden Weideflächen natürlich vorkommt. In kleinen bis moderaten Mengen ist er für viele Pferde unproblematisch und wird gerne gefressen.

Er wächst besonders auf Wiesen, kurzrasigen Weiden und nährstoffreicheren Böden. Wichtig ist die Menge: Wenn Weißklee stark dominiert, kann er empfindliche Pferde belasten und zu Blähungen oder Verdauungsproblemen beitragen. Deshalb ist ein ausgewogener Pflanzenbestand ideal.

Weißklee
Wegwarte

Geeignet

Wegwarte

Die Wegwarte ist vielen durch ihre späteren blauen Blüten bekannt. Schon als junge Pflanze ist sie interessant, weil sie Bitterstoffe enthält und dadurch die natürliche Verdauung unterstützen kann. Pferde nehmen sie häufig selektiv auf, wenn sie zur Fläche passt.

Typische Standorte sind Wegränder, trockene Böden, magere Wiesen und offene Flächen. Die Wegwarte zeigt oft an, dass der Boden eher trocken und nährstoffärmer ist. Für Pferde ist sie eine sinnvolle Ergänzung der Futtervielfalt, solange sie nicht von belasteten Straßenrändern stammt.

Weitere Pflanzen im Februar

Neben den sechs Hauptpflanzen gibt es im Februar weitere Arten, die Pferdehalter kennen sollten. Entscheidend ist nicht nur, ob eine Pflanze geeignet ist, sondern auch wo sie wächst, in welcher Menge sie vorkommt und ob sie mögliche Beschwerden auslösen kann.

Geeignet

Löwenzahn

Wächst auf Wiesen, Weiden und an geschützten Stellen. Wird von vielen Pferden gerne gefressen und kann die natürliche Verdauung sowie den Stoffwechsel anregen.

Geeignet

Gänseblümchen

Zeigt sich oft auf kurzrasigen Flächen und bei milder Witterung schon früh im Jahr. Gilt als unproblematisch und bringt natürliche Vielfalt auf die Weide.

Geeignet

Schafgarbe, frühe Blattrosette

Wächst auf Wiesen, Weiderändern und eher trockenen Flächen. In kleinen Mengen eine interessante Ergänzung, besonders durch ihre Bitterstoffe.

Giftig

Hahnenfuß

Tritt häufig auf feuchten Wiesen auf. Frisch kann er Schleimhäute reizen und bei Aufnahme Speicheln, Maulreizungen oder Verdauungsbeschwerden auslösen.

Giftig

Herbstzeitlose, Blätter

Erscheinen früh und wachsen häufig auf feuchteren Wiesen. Stark giftig, kann Kolik, Durchfall, Schwäche oder schwere Vergiftungen auslösen.

Giftig

Thuja

Steht oft an Hofrändern, Zufahrten oder in Gärten. Besonders Schnittgut ist gefährlich und kann Verdauungsprobleme, Schwäche oder stärkere Vergiftungsanzeichen verursachen.

Kleine Orientierung für Deinen Februar Rundgang

Pflanze Für Pferde Typischer Blickpunkt
Jakobskreuzkraut Nein Lückige Weiden, Wegränder, trockene Standorte, mögliche Leberbelastung
Adlerfarn Nein Waldränder, magere Flächen, naturbelassene Bereiche, mögliche Schwäche
Acker-Schachtelhalm Nein Feuchte, verdichtete oder nährstoffärmere Böden, mögliche Verdauungsprobleme
Spitzwegerich Ja Wiesen, Weiden, Wegränder, wertvoll für natürliche Futtervielfalt
Weißklee Ja Wiesen, kurzrasige Flächen, Weiden, in moderater Menge geeignet
Wegwarte Ja Wegränder, trockene Standorte, offene Flächen, verdauungsanregende Bitterstoffe

Unser Fazit für Februar

Der Februar ist ein Monat des genauen Hinsehens. Viele Pflanzen zeigen sich noch unscheinbar, können aber bereits wichtig für die Weidesicherheit sein. Wer giftige Arten früh erkennt, typische Fundorte kontrolliert und gleichzeitig geeignete Kräuter sicher einordnet, schützt sein Pferd und legt die Grundlage für eine gesunde, bewusste Weidesaison.

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